Unter normalen Umständen ist sich niemand bewusst, dass man sein Schlafgemach mit bis zu 1,5 Millionen Spinnentierchen teilt: Hausstaubmilben. Es sei denn, Sie gehören zur wachsenden Zahl von Allergikern, dann löst der Kot der im Hausstaub lebenden Milben unangenehme Reaktionen hervor. Denn der Milbenkot vertrocknet und zerbröselt in winzige Teilchen, die sich mit dem Hausstaub vermischen und eingeatmet werden. Oft hält man die Symptome für eine Erkältung oder Heuschnupfen.

Die Betroffenen leiden vor allem morgens unter einer verstopften Nase und niesen häufig. Wenn die Allergie stärker ist, kommt Husten dazu. Auch die Optik der mikroskopisch kleinen Lebewesen regt nicht gerade dazu an, sie zu mögen. Wir haben ein paar Tipps zusammengetragen, um die Spinnentiere in Schach zu halten.

1. Pause für Putzteufel: Betten machen verboten

Kinder machen es richtig.

Kinder machen es richtig.

Kinder machen es im Grunde richtig. Nach dem Aufstehen erstmal eine Weile alles so lassen, wie es ist: Die Bettdecke zurückgeschlagen und das Laken liegt ganz offen ohne Tagesdecke. Wenn Sie jetzt noch das Fenster für ein paar Minuten öffnen, sorgen Sie dafür, dass genügend Luft an Bettwäsche sowie Laken kommt und die nachts aufgestaute Feuchtigkeit trocknen kann. All jene, die sofort nach dem Wachwerden und Aufstehen ihr Bett machen, sorgen für ein feuchtwarmes Klima unter der Decke, in welchem sich die Milben pudelwohl fühlen. Deshalb lieber einige Zeit warten, bis Sie Ihr Bett herrichten.

2. Lassen Sie regelmäßig frische Luft an Ihre Matratze

Bei jedem neuen Beziehen sollten Sie Ihre Schlafunterlage einmal drehen und richtig lüften. Wenn Sie dabei einen vierwöchigen Rhythmus einhalten, setzt sich die eingesickerte Flüssigkeit nicht so leicht fest und Sie vermeiden so auch einseitige Benutzungsspuren wie „Bettkuhlen“. Wichtig ist, wie bereits beschrieben, dass Sie täglich für genügend Luftzirkulation sorgen.

3. Pflegeleichte Schonbezüge

Diese preiswerten Überzüge sind bei vielen Matratzen bereits mit dabei. Ansonsten sollten Sie die preiswerten Helfer schnell nachkaufen. Denn Schonbezüge sind ein unverzichtbarer Teil bei der Bekämpfung von Hausstaubmilben: Sie absorbieren Feuchtigkeit und helfen dabei, groben Schmutz von der Schlafunterlage fernzuhalten. Sie können regelmäßig mit Heißwäsche gepflegt werden, so dass Milben und Bakterien keine Chance haben. Für Allergiker gibt es Extra-Schonbezüge, die auch bei hohen Temperaturen gewaschen werden können.

4. Matratzenreinigung vom Profi

Egal wie gut der Überzug auch ist, im Laufe der Jahre kommt es einfach dann und wann zu Verunreinigungen und seien es nur Kaffeeflecken nach einem sonntäglichem Frühstück im Bett. Es ist daher ratsam, die Matratze hin und wieder von einem Experten reinigen zu lassen. Bei dieser Spezialreinigung werden Hausstaubmilben und Bakterien mittels starkem Sauger und UVC-Bestrahlung entfernt.

5. Legen Sie die Matratze nicht auf den Boden

Die Matratze gehört nicht auf den Boden.

Die Matratze gehört nicht auf den Boden.

Es scheint so verlockend: einfach das Polster auf den Boden legen und fertig ist das günstige Schlafgemach. Leider bildet sich bei dieser Lage durch die aufgestaute Flüssigkeit schnell ungesunder Schimmel und ein wahres Milben-Eldorado wird geschaffen. Dank Lattenrost bleibt das Bett gut durchlüftet und länger frei von Pilzen und Hausstaubmilben. Bei Schlafstätten mit Bettkästen sollten diese regelmäßig herausgezogen und gelüftet werden.

6. Spezial-Stoffe für Allergiker

Wenn Sie sehr empfindlich auf Hausstaubmilben reagieren, dann empfiehlt sich eine Latexmatratze. Diese Schlafunterlagen weisen eine gute Feuchtigkeits- und Temperaturregulierung auf, so finden die ungeliebten Tierchen keinen Rückzugsort vor. Beim Lüften gilt hier genauso wie bei anderen Schlafunterlagen, dass sie nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein sollten. Allergiker können auch bei den Überzügen darauf achten, dass diese allergendicht sind. Diese speziellen „Encasings“ umhüllen die Matte sehr eng, das Laken ziehen Sie direkt darüber. Hautschuppen, die der Schläfer im Laufe der Zeit verliert, bleiben an der Oberfläche und somit wird eine beliebte Futterquelle der Milben vermieden. Diese Spezial-Bezüge sollten Sie alle drei Monate bei 60 Grad waschen. Bettwäsche im Allgemeinen sollte regelmäßig heiß gereinigt werden.

7. Umkleiden lieber nicht in Bettnähe

Gut abgeschirmt: Umziehen hinter Paravents

Gut abgeschirmt: Umziehen hinter Paravents

Beim Umkleiden lösen sich naturgemäß viele Hautschuppen ab. Wenn diese durch die Luft schweben und dann auf dem Bett landen, werden sie dort zur beliebten Nahrungsquelle der Milben. Die Stiftung Warentest rät daher, sich lieber nicht in der Nähe des Bettes umzuziehen. Bei porta finden Sie übrigens eine große Auswahl an stylischen Paravents hinter denen es sich stilecht und allergiefreundlich umkleiden lässt.

8. Plüschtiere auf Eis legen

Legen Sie Plüschtiere über Nacht ins Gefrierfach

Legen Sie Plüschtiere über Nacht ins Gefrierfach

In den Schlafgemächern der Jüngsten tummeln sich tausende Milben auf Plüschtieren wie Teddy und Co. Um sie abzutöten, lohnt es sich, diese für einen Tag in der Tiefkühltruhe zu lagern, das tötet die Milben ab. Im Anschluss sollten die plüschigen Begleiter noch einmal bei 60 Grad gewaschen werden, um den allergieauslösenden Milbenkot zu entfernen.

9. Alle sieben Jahre eine neue Matratze

Auch wenn Sie sich noch so sehr bemühen, eines ist klar: Hausstaubmilben lieben Ihr Bett und sie werden immer einen Weg finden, dort zu leben. Im Laufe der Zeit sammeln sich daher mehr und mehr Schadstoffe in Form von mikroskopisch kleinen Ausscheidungen der Spinnentiere. Nach etwa sieben Jahren ist laut Forschung die Konzentration am höchsten. Die Experten von der Stiftung Warentest raten daher, alle sieben Jahre zu einem Austausch.

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