Ratgeber

Gut gebettet ist halb erholt – die richtige Matratze

Ob Matratzen aus Kaltschaum, Latex, Federkern oder gar einzelne Modelle aus Hightech-Fasern: die Auswahl ist riesig und genauso vielfältig wie die Ansprüche der Kunden. Dabei gibt es nicht die perfekte Matratze für alle. Schließlich hat jeder Schläfer neben seiner individuellen Statur noch seine persönlichen Lieblingsschlafstellungen, die bei der Auswahl mit berücksichtigt werden sollten. Und neben der richtigen Matratze ist auch ein hochwertiger Lattenrost von großer Bedeutung. Wir stellen Ihnen hier einige Matratzen vor und beschreiben kurz, für welchen Schlaftyp sie geeignet sind.

1. Mehr Zonen für mehr Komfort – Die Mehrzonenmatratze

Nach neuesten Erkenntnissen sind so genannte Mehrzonenmatratzen eine gute Möglichkeit, die gesunde Körperhaltung zu unterstützen. Diese Schlafunterlagen sind an den Stellen, wo Schultern und Hüfte liegen, etwas flexibler. Auf diese Weise soll vermieden werden, dass die Bandscheiben während der Nacht asymetrisch zusammengedrückt werden. Stattdessen werden sie entlastet und können sich in Ruhe wieder ausdehnen und Flüssigkeit sowie Nährstoffe aufnehmen. Das ist gerade für Seitenschläfer wichtig, denn gerade in dieser Stellung liegt man ja nicht gerade und mit diesem Modell wird die Wirbelsäule optimal entlastet. Bei porta finden Sie übrigens sogar 7-Zonen-Matratzen, so dass gleich mehrere Zonen entlastet werden können.

Eine Mehrzonenmatratze unterstützt die Wirbelsäule im Schlaf

2. Für optimale Luftzirkulation: Federkernmatratzen

Diese Schlafunterlagen nennen viele Metallfedern ihr eigen und Feuchtigkeit sowie Wärme werden bei diesen Typen zügig abgeleitet. Dennoch gibt es auch hier zahlreiche Unterschiede und Varianten.

Beschwingtes Schlafen mit Bonellfedern

Beschwingtes Schlafen mit Bonellfedern

a.) Bei Bonellfederkern-Matratzen zum Beispiel wird zwischen den Federn Luft gelassen, was für eine gute Zirkulation derselben sorgt. Diese Schlafunterlage hat eine angenehme, verstärkte Federwirkung, ist weich und damit besonders gut für die Leichtgewichte unter den Schläfern (80-100kg) geeignet. Ist man etwas schwerer, so kann es passieren, dass die Federung beim nächtlichen Herumwälzen zu stark nachschwingt, was eine eher unruhige Nacht zur Folge hat. Eine weitere Eigenschaft ist ihr niedriges Eigengewicht, da sie verhältnismäßig wenig Stahlfedern beherbergt. Diese Federn sind außerdem thermoelektrisch behandelt, was ein lange Elastizität der Federung gewährleistet.

 

Von kleinen Stofftaschen umhüllt: Taschenfederkern

Von kleinen Stofftaschen umhüllt: Taschenfederkern

b.) Bei der Taschenfederkernmatratze werden die Federn von kleinen Stofftaschen umhüllt. Auf diese Weise wird eine Reibung der Federn untereinander vermieden und eventuelle „Quietschgeräusche“ beim Belasten der Matratze treten nicht auf. Eine weitere Eigenschaft dieser Schlafunterlage ist ihre Punktelastizität. Sie gibt also nur an den Stellen nach, an denen sie auch belastet wird. So wird der Körper optimal im Schlaf gestützt. Insbesondere Personen mit höherem Körpergewicht werden hier zufrieden gestellt.

c.) Viel besser als ihr Ruf sind Kaltschaummatratzen. Diese Polster bestehen aus Schaumstoff. Entgegen dem gängigen Vorurteil, sie seien bretthart und unbequem, überzeugen sie durch eine hohe Punktelastizität und der Fähigkeit, sich dem Körper anzupassen. Auch diese Modelle leiten Feuchtigkeit gut ab, halten aber die Wärme besser zurück als die Modelle mit Federkern. Das macht sie besonders für Menschen interessant, die leicht frieren. Beim Kauf ist das Raumgewicht von großer Bedeutung, an ihm lässt sich die Dichte des verwendeten Schaums ablesen. Je höher diese ist, desto besser ist auch die Qualität der Matratze. Laut Möbel-Experten sollte das Raumgewicht 40 Kilogramm pro Kubikmeter betragen.

Latexmatratzen bieten natürlichen Schlafkomfort

d.) Natur pur: Latexmatratzen: Alle, die natürliche Produkte bevorzugen, werden mit dieses Modell mögen. Denn dieses Polster ist eine hochwertiges Naturprodukt, welches einen hohen Schlafkomfort bietet. Dazu ist sie antibakteriell, so dass ungebetene Bettgenossen wie Hausstaubmilben in Schach gehalten werden. Allergiker sollten trotzdem zuvor noch mit ihrem behandelnden Arzt abklären, ob nicht eine Latexallergie vorliegt. Da auch sie punktelastische Eigenschaften besitzen, entlasten sie den Rücken in Schlaf.

Menschen, die zu Allergien neigen, sollten dies allerdings vorher mit ihrem Arzt besprechen. Ansonsten passen sich Latexmatratzen dem Körper des Liegenden sehr gut an und versprechen angenehme Nächte. Das hohe Gewicht dieser Liegeunterlage bereitet allerdings einige Kraftanstrengungen beim Transport und beim Bettenmachen. Bei diesem Modell bietet sich auch ein spezieller Lattenrost an, bei welchem die einzelnen Leisten mit weniger Abstand voneinander platziert werden sollten. Das verlängert die Haltbarkeit der relativ preisintensiven Latexmatratze.

Hart oder weich – die richtige Stärke finden

In diesem Punkt hilft nur eins: das Ausprobieren. Denn bei den Herstellerangaben gibt es keine konkreten Vorlagen, wie genau weich, mittel oder hart definiert ist. Generell sollten schwerere Menschen auch eine härtere Matratze aussuchen. Aber bitte nicht zu hart, denn dann wälzt der Schläfer sich nur herum und schläft schlechter. Wenn man eher zu den schlankeren Zeitgenossen zählt, dann lohnt sich eine weichere Matratze aber auch hier sollte man nicht ins andere Extrem gehen. Denn gibt die Unterlage zuviel nach, dann hängt die Wirbelsäule durch, was Rückenschmerzen verstärken kann. Lassen Sie sich von portas Einrichtungsexperten vor dem Kauf am besten gründlich beraten und liegen Sie auf Ihren Favoriten entspannt Probe. Am besten Sie nehmen beim Test auch Ihr Kopfkissen noch mit hinzu. Auf keinen Fall sollten Sie beim Liegen den Lattenrost spüren. Bei Mehrzonenmatratzen achten Sie am besten darauf, dass Körpergröße und Gewicht zu den verschiedenen Härtebereichen passen. Bei einem Doppelbett raten Experten eher zu Doppelmatratzen. Schließlich sind die Partner in den meisten Fällen unterschiedlich groß und schwer.

Übrigens:

  • Vielschwitzer: In einer Nacht verliert der Mensch ungefähr einen halben Liter Flüssigkeit über das Schwitzen. Optimal sind deshalb luftdurchlässige Bettwäsche und Matratzen.
  • Die optimale Temperatur im Schlafzimmer liegt zwischen 16 und 18 Grad Celsius.
  • Platz für alle: 100 Zentimeter sollten Einzelbetten mindestens haben und Doppelbetten eine Breite von mindestens 180 cm.
  • Alles im Wechsel: Auch gute Matratzen sollten nach spätestens 10 Jahren ausgetauscht werden.
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